Projekt Hausmüll - INFORMATIONEN





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Mehrweg - eher ein Weg zum Müll?


Nach Angaben und Ansicht der Informationszentrale Verpackung und Umwelt ( IVU) Stuttgart haben Politiker in den letzen Jahren viel Geld ins Thema Verpackungen investiert. So wurden 1990 vom Bundesumweltministerium Untersuchungen zur Umweltvertraeglichkeit verschiedener Verpackungsarten fuer Frischmilch und Bier in Auftrag gegeben. Nach Oekobilanzen des Umweltbundesamtes Ende 1994 würden Wegwerf- Milch- und Bierverpackungen grundsätzlich vergleichsweise geringe Umweltbelastungen verursachen. Ihr Anteil an der Gesamtumweltbelastung betrage lediglich 0,001 bis 1 Promille. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes trage ausserdem der Verpackungsabfall aus Haushalten nur zu weniger als vier Prozent zum Gesamtmuell bei. Die IVU folgert daraus, der Mehraufwand fuer den Kauf von Pfandsystemen stuende in keinem Verhaeltnis zum abfallwirtschaftlichen Nutzen. Eine Studie eines Abfallberaters aus Baden-Wuerttemberg zeigte neulich, dass eine vierkoepfige Familie monatlich 400 DM mehr ausgeben muesste, um konsequent Mehrweg oder unverpackt einzukaufen.
( Quelle: IVU Stuttgart)
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Neues zu Elektroschrott


In Schleswig-Holstein ist im Februar eine Pilotanlage zur Verwertung von Elektronikschrott in Betrieb genommen worden. Betreiber ist die Firma Behrendt in Neumünster. Mit der neuen Anlage können jährlich bis zu 10.000 to Elektronikschrott aufgearbeitet werden. Das entspricht etwa einem Drittel des landesweit anfallenden Schrotts ( bundesweit: 800.000 to). Neu ist die zweite trockenmechanische Behandlungsstufe, mit deren Hilfe in elf Verfahrensschritten die Metalle Blei, Eisen, Aluminium, Kupfer sowie Folien, Fasern und Kunststoffe abgetrennt werden. Die beiden Glassorten von Bildschirmen werden sortenrein getrennt und vermarktet. Das Land Schleswig-Holstein fördert die Anlage zu zwei Fünfteln. Eine ähnliche Anlage steht in Selm ( Firma Rethmann) und wird in Harlingerode errichtet (Elektrocycling GmbH) .





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Flußdiagramm mit Rückkoppelungsprozessen für die Bereiche der Abfallwirtschaft


Primaer- Sekundaer- rohstoffe rohstoffe <--------------------------------------------| | | | | | | \/ \/ | Produktion ------------------------------> Investitions- und | | Konsumgueter | | | | \/ ja | | Abfall vermeiden? ----------> keine Abfaelle | | | ______________ | | | nein | | | | | \/ | | Reststoffe | | |<-----------------------------------------------| | | | \/ ja | vermindern? -------------> Reduzierung | | ----------- | nein | | | | <------------------------| | \/ | getrennte Erfassung, | Sortierung | | | | | \/ ja ja | verwerten? -------------> stoffliche ------------> Recycling ------>| | Verwertung --------- | | | | nein | nein | | | | | \/ \/ | Konditionierung, termische ------------> Reststoffe | Behandlung Verwertung ( z.B. aus HTV, | | Pyrolyse usw.) | | | | | | | | nein \/ ja | | <----------------------------------------- verwerten? ------>| | \/ Ablagerung /\ / \ / \ \/ \/ Deponierung Deponierung obertage untertage


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Entsorgung ohne Verbrennung


Durch geschlossene Stoffkreisläufe können Landkreise ihr Restmüllaufkommen so weit reduzieren, daß auf Müllverbrennung verzichtet werden kann. Dies ist das Ergebnis einer Studie, welche die EPEA Institute in Hamburg und Tübingen 1995 im Auftrag der Entsorgungsfirma Rethmann ( Bochum) durchführten.
Am Beispiel der Abfallströme des Landkreises Coesfeld untersuchten die Institute die Zusammensetzung des in Haushalten und im Gewerbe anfallenden Restmülls. Langfristig könne der Landkreis die Restmüllmenge um 80 Prozent verringern. Voraussetzung seien nach EPEA allerdings u.a. mehr privatwirtschaftliche Gewerbeabfallberatungen, eine intensive Öffentlichkeitsarbeit zu Vermeidungsangeboten und Service-Konzepte zur gezielten Restmüllminderung in Haushalten und Gewerbebetrieben.

Informationen zur Studie: EPEA, 72070 Tübingen, Neue Straße 4, Herr Schäfer, Fax: (0)7071-26144


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Mengenstromnachweis der DSD GmbH


Anfang Mai gab die DSD GmbH die Sammelleistungen für 1995 bekannt. Danach wurden 79 Prozent ( = 5,06 Millionen Tonnen) der verkauften Verpackungen in DSD-Sammelgefäßen erfaßt. Davon waren 298000 Tonnen Fehleinwürfe. 4,9 Millionen Tonnen konnten als Wertstoffe aussortiert werden. Gegenüber 1994 wurden u.a. 4 Prozent mehr Glas, 8,3 Prozent mehr Papier/Pappe/ Karton, 9,3 Prozent mehr Kunststoffe und 12,8 Prozent mehr Getränkekartons erfaßt.

Quelle: DSD, D-51170 Köln, Fax: 02203-937191


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Kreislaufwirtschaft statt Abfallbeseitigung


Info 3-96:
Am 7. Oktober 1996 wird das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz das Abfallgesetz von 1986 ablösen. Es enthält die folgenden Verordnungen:
- Abfallbestimmungs-Verordnung
- Reststoffbestimmungs-Verordnung
- Abfall- und Reststoff-Überwachungs-Verordnung
- Verpackungs-Verordnung
- Technische Anleitung Abfall/Sonderabfall
- Technische Anleitung Siedlungsabfall

Die neuen Überwachungsregelungen treten schrittweise in Kraft, in vollem Umfang erst am 1. Januar 1999.

Eine der wichtigen Änderungen:
Oberstes Gebot ist die Abfallvermeidung. Abfälle werden in Anlehnung an den EU-Begriff als Reststoffe und Wirtschaftsgüter angesehen. Eine Sonderstellung nehmen die besonders Überwachungsbedürftigen Reststoffe ein.

Quelle: BMU, Referat Öffentlichkeitsarbeit, Postfach 120629,
53048 Bonn, Fon: 0228-3052010
URL: http://www.bmu.de/news93.htm


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Kritik am Kabinettsentwurf


Am 6. November hat das Bundeskabinett seinen Entwurf zur
Neufassung der Verpackungsverordnung (VerpackV)
verabschiedet. Der Pressesprecher des Naturschutzbundes
Deutschland e.V. (NABU), Michael Schroeren, kritisierte, dass
dieser Entwurf das Mehrwegsystem gegenueber
Einwegverpackungen benachteilige. Wird beispielsweise nach
der "alten" Verpackungsverordnung bundesweit ein
Mehrweganteil von 72 Prozent bzw. in den einzelnen
Bundeslaendern die Mehrwegquote des Jahres 1991
unterschritten, sollte bisher automatisch ein Pfand auf
Einwegverpackungen erhoben werden. Der Kabinettsentwurf
ersetzt diese Regelung durch eine Kannbestimmung und
unterlaeuft somit das selbst gesteckte Ziel der Mehrwegquote,
so der NABU. Ausserdem koennen kuenftig Schlauchbeutel zu
den Mehrwegverpackungen gerechnet werden und erhoehen so
die Mehrwegquote fuer Konsummilch. Darueber hinaus strich
das Kabinett die Erfassungs- und Sortierquoten fuer einzelne
Materialien zu einer "Verwertungsquote" zusammen, die
zudem selbst auch gesenkt wurde. Bisher bezogen sich die
Erfassungs- und Sortierquoten auf die gesamte Abfallmenge.
Kuenftig muessen nur noch die Haelfte der eingesammelten
Kunststoffverpackungen verwertet werden - gegenueber 64
Prozent vorher. Wiederum 25 Prozent entfallen auf das
Wertstoffrecycling, der Rest wird energetisch verwertet. (ha)

Quelle:
Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), Michael Schroeren,
Postfach 30 10 54, 53190 Bonn, Fon 0228/97561-41, Fax -94.


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Saubere Schulen sind billiger


Schulen produzieren in erheblichem Masse Muell und sind gesetzlich  
verpflichtet Abfall zu vermeiden bzw. zu verwerten - was in der Praxis  
allerdings selten erfolgreich geschieht. DieDipl.-Psychologin Ute  
Brueggemann, Bochum, zeigte jetzt amBeispiel der Gesamtschule Koenigsborn  
in Unna, dass Schuelerfuer Umweltfragen sensibilisiert werden konnten. Mit
finanzieller Unterstuetzung der "Gesellschaft fuer Wertstoff- und
Abfallwirtschaft Kreis Unna mbH" (GWA) fuehrte sie einen dreimonatigen  
Modellversuch zur "Muelltrennung in der Schule" durch. Die Ergebnisse  
dieser Schulabfallanalyse verdeutlichen, in welch hohem Masse, Schulen  
Muell vermeiden oder verwerten koennen. 71 Prozent des gesamten Muells der
Gesamtschule Koenigsborn sind Altpapier und -pappe, 21 Prozent entfallen  
auf Verpakkungsabfaelle und je 4 Prozent sind Bioabfall und Restmuell.  
Somit gehoeren ungefaehr 95 Prozent des gesamten Abfalles zu den  
wiederverwertbaren Stoffen und nur etwa fuenf Prozent muessen ueber den  
Restmuell entsorgt werden.
Waehrend der dreimonatigen gemeinsamen Arbeit mit Schuelern und Lehrern,  
konnte die Autorin in einer Schulklasse, welche sie intensiv betreut hat,  
den Muellberg um insgesamt 45 Prozent senken; es gab 57 Prozent weniger  
Altpapier, 38 Prozent weniger Verpackungabfaelle und 24 Prozent weniger  
Restmuell.
Die Schule sparte dadurch ca. 5.000 DM pro Jahr. Die Schule ist nicht nur als
Muellproduzent, sondern auch wegen ihres Bildungs- und Erziehungsauftrags  
fuer eine umweltpsychologische Studie interessant, denn bisherige
Forschungsergebnisse zeigen, dass gerade eine fruehzeitige Umwelterziehung  
effektiv ist. Nicht zuletzt sprechen oekonomische Gruende fuer die  
Optimierung der Abfallentsorgung an Schulen. Da die nordrhein- 
westfaelischen Schulen im Rahmen der Umstellung auf eine dezentrale
Ressourcenverwaltung nun eigenverantwortlich ueber ihren Etat bestimmen
koennen, waeren finanzielle Vorteile fuer sie direkt nutzbar.
Dr. Manfred Burazerovic, Essen

Ute Brueggemann, Huettemannstr. 11, 44137 Dortmund, Fon 0231/149341.


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Abfallbilanz 1993 für Deutschland


Statistisches Bundesamt
Mitteilung fuer die Presse
25. Januar 1996
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Abfallbilanz 1993 fuer Deutschland
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Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, belief sich das Abfallaufkommen
insgesamt in Deutschland 1993 auf 337 Mill. t. Es war damit um 10 Prozent
niedriger als im Jahr 1990 (374 Mill. t). Der Rueckgang betraf sowohl das
fruehere Bundesgebiet (- 11 Prozent) als auch die neuen Laender und Berlin-
Ost (- 7 Prozent).

Die Abfaelle zur Beseitigung gingen um nicht weniger als 48 Mill. t auf
252 Mill. t im Jahr 1993 zurueck. Allein das Produzierende Gewerbe
verzeichnete einen Rueckgang um 43 Mill. t auf 216 Mill. t. Bei den
Abfaellen zur Verwertung stieg 1993 zu 1990 die Abfallmenge um 11 Mill. t
auf 86 Mill. t an.

Die Abfallmenge an Bauschutt, Bodenaushub lag mit 143 Mill. t im Jahr
1993 um 11 Mill. t hoeher als im Jahr 1990. Im frueheren Bundesgebiet
gingen die gesamten Abfallmengen an Bauschutt, Bodenaushub um 16 Mill. t
auf 107 Mill. t zurueck. In den neuen Laendern stieg dagegen das Aufkommen
an Bauschutt, Bodenaushub um 27 Mill. t auf 36 Mill. t.

Das Bergematerial aus dem untertaegigen Bergbau nahm 1993 gegenueber 1990
entsprechend der ruecklaeufigen Foerderung von Steinkohle und Kalirohsalzen
um 21 Mill. t auf 68 Mill. t ab.

Die Produktionsabfaelle gingen um 20 Mill. t auf 77 Mill. t zurueck. In den
neuen Laendern reduzierten sich die Produktionsabfaelle um 17 Mill. t auf
13 Mill. t, im frueheren Bundesgebiet waren die Produktionsabfaelle um 3
Mill. t ruecklaeufig.

Das Aufkommen an besonders ueberwachungsbeduerftigen Abfaellen ging von
13 Mill. t auf 9 Mill. t (- 30 Prozent) zurueck (frueheres Bundesgebiet:
- 17 Prozent, neue Laender: - 69 Prozent).

Die Gesamtmenge an Hausmuell, hausmuellaehnlichen Gewerbeabfaellen, Sperrmuell,
Kehricht belief sich 1993 auf 43 Mill. t. Auf das Produzierende Gewerbe
und auf Krankenhaeuser entfielen 6,5 Mill. t und auf die oeffentliche
Strassenreinigung 1,6 Mill. t.
Die privaten Haushalte (einschliesslich Kleingewerbe, Dienstleistungen)
erzeugten 35 Mill. t Hausmuell. Hierin sind die Abfaelle zur Beseitigung
("graue Tonne") in Hoehe von 24 Mill. t sowie die Getrenntsammlungen
verwertbarer Abfaelle in Hoehe von 11 Mill. t enthalten.

In oeffentlich zugaenglichen Abfallbeseitigungsanlagen der oeffentlichen
Hand und der gewerblichen Entsorgungswirtschaft wurden 1993 mit rund 132
Mill. t Abfaellen etwa 18 Mill. t weniger entsorgt als im Jahr 1990.

Gegenueber 1990 nahm im frueheren Bundesgebiet 1993 die Anzahl der oeffentlich
zugaenglichen Deponien von 3000 auf etwa 2600 ab. In den neuen Laendern
reduzierte sich die Zahl der Hausmuelldeponien und Deponien fuer Bauschutt
und Bodenaushub von ueber 3000 auf knapp 500. Ueberdies wurden nahezu alle
ungeordneten Ablagerungen (1990: Anzahl ca. 1200) fuer die
Abfallentsorgung geschlossen.

Im internationalen Vergleich nahm Deutschland 1990 bezogen auf das
Hausmuellaufkommen pro Kopf der Bevoelkerung mit ca. 350 kg je Einwohner einen
Mittelplatz innerhalb der europaeischen Laender ein. Hoeher lag das
Abfallaufkommen pro Kopf in den Niederlanden, waehrend es in Frankreich,
Italien, Grossbritannien und Belgien etwa gleich war wie in Deutschland.
Niedriger lag das Pro-Kopf-Aufkommen an Hausmuell in Portugal und in
Spanien.
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Thermische Abfallbehandlung - wesentliches Standbein der Abfallwirtschaft?


Die thermische Abfallbehandlung sichere eine emissionsarme Abfall-entsorgung, ­ als Senke für organische Schadstoffe könne nicht auf sie verzichtet werden. Dies war die Kernaussage einer dreitägigen Fachtagung, die Ende Februar an der Gesamthochschule Kassel (GhK) stattfand. Auf der Tagung zum Thema Thermische Abfallbehandlung widmeten sich Fachleute aus Wissenschaft, Industrie und Behörden der Entwicklung von Technik und Kosten in einer Kreislaufwirtschaft". Sie behandelten Fragen, welche die thermische Abfallbehandlung aufwirft: Welche Mengen, welcher Zusammensetzung kann die thermische Abfallverwertung bewältigen? Wie hoch sind ihre Kosten, die die Bedeutung der Reststoffverwertung und technische Entwicklungen mitbestimmen. Der Dinosaurier der Abfallverbrennung" sei die betriebssicherste und weitestverbreitete Verbrennungstechnik. Trotzdem habe die Rostfeuerung noch ein erhebliches Entwicklungspotential, betont ein Sprecher der Steinmüller GmbH, Gummersbach. Dem konventionellen Verfahren bieten sich Alternativen: Kombinierte Verfahren wie die Schwelbrenn-, Thermoselect-Technik oder das NOELL- Konversionsverfahren. Diese böten dem Betreiber bessere Verwertungsmöglichkeiten fester Rückstände oder geringere Betriebskosten, besonders bei geringeren Jahresdurchsätzen. Doch Industrie und Kommunen warten ab, welche Erfahrungen im Betrieb von neuen Verfahrenskombinationen gesammelt werden, bevor sie sich auf ein bestimmtes Verfahren festlegen. Dies zeigen die Erfahrungen von Prof. Dr.-Ing. Urban und Dipl.-Ing. Friedel der GhK. Die Frage, ob in Zukunft auf oberirdische Deponien verzichtet werden kann, wenn weitere thermische Behandlungsanlagen eingesetzt werden, beantwortet Dipl.-Ing. Johnke vom Umweltbundesamt, Berlin: Die thermische Abfallbehandlung kann die oberirdische Deponie grundsätzlich nicht ersetzen! Denn Behandlungsrückstände müssen beispielsweise immer noch abgelagert werden. Besonders für die Produkte einer mechanisch-biologischen Abfallbehandlung (MBA) bleibt eine Deponie mit Restrotten und Nachsorge notwendig." Entsorgungskosten", sagt Prof. Dr. Bilitewski von der TU Dresden, können langfristig nur gesenkt werden, wenn zentrale thermische Anlagen und dezentrale MBA-Anlagen kombiniert werden."

Der 470seitige Tagungsband ist gegen 69 DM zu beziehen bei: Universität Gesamthochschule Kassel, Fachgebiet Abfalltechnik, Marco Boller, Mönchebergstr. 7, 34125 Kassel, Fon 0561/804-3984, Fax -3744.


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Hausmüll in Deutschland 2004

Genau 456 Kilogramm hat jeder Einwohner zwischen Flensburg und Berchtesgaden im Jahr 2004 in die Tonne gestopft. Insgesamt kamen so 37,6 Millionen Tonnen Abfall zusammen. Das entspricht dem Gewicht von drei Millionen Reisebussen oder einer Million Nilpferden oder fast 300.000 Blauwalen!

Immerhin: Die Menge an Hausmüll ist kleiner geworden. Im Jahr 2000 hatte jeder Einwohner noch 13 Kilogramm mehr weggeschmissen. Und: Mehr als die Hälfte des Mülls wird jetzt wiederverwertet. Extra gesammeltes Papier, Glas, Kunststoff und Biomüll konnten fast vollständig recycelt werden.


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© Rolf Nerlich ( zuletzt geändert am 24. 02. 2010)